Journalismus

In der Tageszeitung de Volkskrant hat Cees Nooteboom in den 60er Jahren eine feste Kolumne. Es sind Impressionen, aber auch Berichte über wichtige gesellschaftliche Ereignisse, wie die Arbeiter- und Studentenrevolte im Mai 1968 in Paris. Nooteboom, der nach Philip en de anderen einige Gedichtbände und 1963 den Roman De ridder is gestorven (Der Ritter ist gestorben, dt. 1993) veröffentlichte, sagte über das journalistische „Handwerk“: „Die übertriebene Lyrik muss aus meinen Werken heraus. Um schreiben zu können, ist eine gewisse connaissance du monde nötig. Darum bin ich auf Reisen gegangen.“ Seine umfangreichen Reiseberichte über Gebiete und Länder auf allen Kontinenten erscheinen seit August 1968 vor allem im Monatsheft Avenue, in dem er auch zahlreiche Übersetzungen von Lyrik international bekannter Dichter publiziert. Nooteboom lebt einige Jahre mit der Sängerin Liesbeth List zusammen, für die er auch Songtexte schreibt. Seine Reisen unternimmt er oft allein, aber auch zusammen mit dem Fotografen Eddy Posthuma de Boer oder mit seiner Lebensgefährtin, der Fotografin Simone Sassen, die er 1979 kennen lernt.


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Romancier
1955 erschien sein Debütroman Philip en de anderen (Philip und die anderen, dt. 2003). Nooteboom war damals zweiundzwanzig Jahre alt.
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Reiziger
Unzählige Male schrieb Nooteboom über das Phänomen, wie es kommt, dass er immer mal wieder seine Koffer packen will. MEHR


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Cees Nooteboom ist vor allem für seine Romane und seine Reisebücher bekannt. Für ihn selbst steht jedoch die Lyrik an erster Stelle. MEHR


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still_kunstbeschouwer
Viele Essays von Nooteboom handeln von Kunst, vor allen von den Bereichen, in denen das Sehen eine zentrale Rolle spielt: Malerei, Architektur, Film und Fotografie. MEHR